Am kommenden Sonntag beginnt in Glasgow die UN-Klimakonferenz. Bis zum 12. November werden Expert*innen und Politiker*innen über Möglichkeiten diskutieren, der fortschreitenden Erderwärmung entgegenzuwirken. Stefan Nussbaumer, Sprecher der Kreis Grünen, fordert dazu konkrete Maßnahmen vor Ort: „Klimaschutz findet nicht abstrakt auf Konferenzen statt. Auch Kommunen müssen reale Schritte vor Ort beschließen und diese dann auch tatsächlich umsetzen!“
Grundlagen unserer Politik sind das Klimaabkommen von Paris sowie der Bericht des Weltklimarates zum 1,5-Grad-Limit. Dieser verdeutlicht, dass jedes Zehntelgrad zählt, um das Überschreiten von relevanten Kipppunkten im Klimasystem zu verhindern. Es ist daher notwendig, auf den 1,5-Grad-Pfad zu kommen. Dafür ist schnelles und substanzielles Handeln in den nächsten Jahren entscheidend.
Die Kreis Grünen fordern, eine Klimaschutzinitiative in allen Städten und Gemeinden im Landkreis zu starten. „Wir können hier vor Ort enorm viel bewegen“, so Tina Schwenk, Sprecherin der Kreis Grünen. „Von Solarenergie auf allen öffentlichen Gebäuden über Blühwiesen bis zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Das hätte nicht nur einen guten Effekt auf das Klima, sondern wäre auch ein enormer Standortvorteil für Unternehmen hier im Landkreis Neu-Ulm.“ Der Startschuss der Klimaschutzinitiative solle das Einsetzen von kommunalen Klimaschutzbeauftragen in jeder Gemeinde und jeder Stadt des Landkreises sein.
Stefan Nussbaumer, Sprecher der Kreis Grünen verweist auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 29. März 2021, das deutsche Klimaschutzgesetz als unzureichend bezeichnet. „Die Verpflichtung zu mehr Klimaschutz verpflichtet alle staatlichen Ebenen zum Handeln. Deshalb müssen auch wir im Landkreis Neu-Ulm endlich entschlossen handeln und Schritte zu echtem Klimaschutz einleiten.“
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