Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen setzt sich für eine Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur in Neu-Ulm ein. In einem Antrag an die Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger fordert die Fraktion die Einrichtung von öffentlich zugänglichen Fahrradreparaturstationen und zusätzlichen Abstellplätzen an zentralen Orten der Stadt. Diese Maßnahmen sollen die Mobilität von Radfahrenden erleichtern und Neu-Ulm als fahrradfreundliche Stadt weiter stärken.
Fahrradreparaturstationen für mehr Unabhängigkeit
Ein zentrales Anliegen des Antrags ist die Einrichtung von Fahrradreparaturstationen an gut erreichbaren Orten wie dem Petrusplatz und dem Edwin-Scharff-Haus. Diese Stationen sollen Radfahrenden ermöglichen, kleinere Reparaturen wie das Aufpumpen von Reifen oder das Nachziehen von Schrauben eigenständig und unkompliziert vorzunehmen. So wird eine praktische und kostenlose Möglichkeit geschaffen, kleinere Pannen zu beheben – unabhängig von Werkstätten. Diese Art von Reparaturstationen gibt es bereits in Teilen Neu-Ulms, etwa beim Familienzentrum, der Hochschule Neu-Ulm (HNU) und dem Bertha-von-Suttner-Gymnasium. Mit weiteren Stationen an zentralen Orten soll diese Möglichkeit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Mehr Abstellplätze – auch für Lastenräder
Neben den Reparaturstationen sieht der Antrag die Installation zusätzlicher Fahrradabstellplätze vor, insbesondere an stark frequentierten Orten der Stadt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Edwin-Scharff-Haus. Durch die Bewirtung, die neu angelegten Stufen zur Donau und dem Donauradweg herscht hier ein besonders hoher Bedarf an Stellplätzen. Hier sollen auch Abstellmöglichkeiten für Lastenräder mitgedacht werden. Darüber hinaus wird geprüft, wo ein sicheres “Radhaus”, also ein überdachter und gesicherter Abstellbereich für Fahrräder, realisiert werden kann. Dies würde einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit und zum Schutz vor Diebstahl leisten.
Fahrradparkplätze an Bushaltestellen für eine bessere Mobilität
Um die Verbindung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr (ÖPNV) zu fördern, schlägt der Antrag vor, an Bushaltestellen – insbesondere auch in den Außenbezirken – neue Abstellplätze für Fahrräder zu schaffen. Damit könnten Bürger*innen ihr Rad sicher parken und auf den Bus umsteigen. Diese Maßnahme stärkt die Kombination aus Fahrrad und ÖPNV als attraktive und umweltfreundliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr.
Verbindlicher Zeitplan für die Umsetzung
Die Grünen fordern außerdem, dass der Stadtrat oder der zuständige Ausschuss eine verbindliche Zeitschiene für die Umsetzung der Maßnahmen vorlegt. Dies soll sicherstellen, dass die Verbesserungen zügig und zielgerichtet realisiert werden.
Förderung der nachhaltigen Mobilität
Der Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur trägt dazu bei, das umweltfreundliche Profil der Stadt Neu-Ulm zu stärken. Mehr Reparaturstationen und Abstellplätze bieten nicht nur einen praktischen Nutzen für Radfahrende, sondern fördern auch die nachhaltige Mobilität und machen das Fahrrad als Verkehrsmittel noch attraktiver. Neu-Ulm könnte damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer fahrradfreundlichen und umweltbewussten Stadt machen.
Mit diesen Maßnahmen wird ein weiterer Anreiz geschaffen, das Fahrrad für kurze Strecken oder als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr zu nutzen – eine Win-win-Situation für die Umwelt und die Bürgerinnen und Bürger von Neu-Ulm.
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