KANDIDAT*INNEN
Unsere Kandidat*innen für den Stadtrat Neu-Ulm

Platz 1
DR. CORNELIA
FESTL
Lehrerin berufliche Schulen / 41 Jahre alt / wohnt in Burlafingen /
verheiratet / Stadträtin / Zahnärztin / Mitglied
Gerlenhofener Arbeitskreis Umweltschutz
Als Stadträtin stehe ich für offenen Dialog und klare Prioritäten, damit unsere Stadt resilient, fair und zukunftsfit bleibt.
Ich möchte mich auch weiterhin stark machen insbesondere für wirksamen Klimaschutz vor Ort, zugängliche Mobilität für Alle, Stärkung unserer Bildungsein-richtungen und Unterstützung der Vereine sowie des zivilgesell-schaftlichen Engagements – für ein Neu-Ulm, das zusammenhält und in dem wir gerne leben.

Platz 2
MICHAEL
MEHREN
Systemingenieur / 34 Jahre alt / wohnt in Stadtmitte / ledig /
Mitglied SSV Ulm, DAV Ulm & Gerlenhofener
Arbeitskreis Umweltschutz
Angespannte Finanzen, Autos und Busse, die im Stau stehen, Radwege ohne Anschluss, Klima-wandel, Wohnungsnot und eine wachsende Stadt: Neu-Ulm steht vor großen Herausforderungen – und bietet noch größere Chancen.
Ich möchte mich für eine Politik einsetzen, die alle sicher ans Ziel bringt, unsere Natur schützt, aufmerksam zuhört, sozial denkt und mutige Entscheidungen für morgen trifft. Dafür bitte ich um Ihre Stimme!

Platz 3
DR. ANJA
HARMS
Ärztin / 44 Jahre alt / wohnt in Pfuhl / verheiratet &
drei Kinder / Vorstand Kreisärzteschaft &
Kreisverband Grüne Neu-Ulm
Als Ärztin erlebe ich immer wieder, wie eng Gesundheit, Um-welt und Lebensqualität zusam-menhängen. Vor diesem Hinter-grund mache ich mich stark für eine Stadt mit mehr Grün, weniger Autos und mehr Platz für Kultur und Begegnung. Ich bin überzeugt davon: Klimaschutz ist gleich-zeitig Gesundheitsschutz.
Deshalb übernehme ich Verantwortung für eine klimaresiliente, offene und sichere Stadt. Für Zusammenhalt und gegen Populismus.

Platz 4
ALPAY
ARTUN
Cybersecurity Spezialist / 38 Jahre alt / wohnt in Stadtmitte / ledig /
Stadtrat / Sprecher Pride Ulm.Neu-Ulm &
Organisator Christopher Street Day
Neu-Ulm braucht eine Stadtpolitik, die die Vielfalt unserer Gesellschaft ernst nimmt und unterschiedliche Lebensreali-täten einbezieht. Besonders am Herzen liegt mir, dass queere Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte eine starke und sichtbare Stimme bekommen.
Eine kluge, barrierefreie Digitali-sierung soll den Alltag erleichtern und die Verwaltung gleichzeitig zuverlässig vor Cyberangriffen schützen. Dafür kämpfe ich.

Platz 5
UTE
MÜHLBAUER
Sozialarbeiterin / 42 Jahre alt / wohnt in Offenhausen /
verheiratet & zwei Kinder / Koordination
Schulbücherei d. Grundschule Offenhausen
Frauen müssen dort vertreten sein, wo Entscheidungen fallen – im Stadtrat erst recht.
Als Frau, Mutter und Sozialar-beiterin setze ich mich für ein lebendiges Neu-Ulm ein: sozial gerecht, klimafreundlich und zukunftsfähig.
Für eine Stadt, die lebens- und liebenswert ist – heute und für kommende Generationen. Und in der jede Stimme zählt, auch wenn sie nicht immer laut ist.

Platz 6
JONAS
KARWE
Wirtschaftschemiker /
26 Jahre alt / wohnt in Stadtmitte / verpartnert / Bezirksvorstand bei Grüne
Schwaben
Ich trete an, um eine starke Stimme für junge Menschen im Stadtrat zu sein und echte Mitbestimmung zu fördern. Dafür brauchen wir mehr Orte, an denen sich junge Menschen einbringen und mitgestalten können. Zudem setze ich mich für mehr sozialen und bezahlbaren Wohnraum ein, damit sich alle in Neu-Ulm ihr Zuhause leisten können. Mit starken Wohnungs-baugesellschaften schaffen wir klimaneutralen, zukunftsfähigen Wohnraum für eine gerechte Stadt.

Platz 7
GABRIELE
BURMANN
Dekanin i.R. / 73 Jahre alt / wohnt in Stadtmitte /
verheiratet & drei Kinder / Telefonseelsorge
/ Sprachbegleitung für Geflüchtete
Für den Stadtrat bewerbe ich mich, weil ich seit 26 Jahren gerne in dieser jungen Stadt lebe. Ich stehe für ein gutes Klima zwischen Jung und Alt, zwischen Einheimischen und Zugezogenen, für Gleichberechtigung von Frauen und Männern, für Toleranz.
Mich motiviert die Sorge um die Natur mit ihren Pflanzen und Tieren. Mein Leitspruch: Gerech-tigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung.

Platz 8
TILMAN
HIRTH
Lehrer / 37 Jahre alt / wohnt in Lehrer / Stadtmitte / verheiratet & ein Kind / Stadtrat / Mitglied Pride Ulm.Neu-Ulm & Sängergesellschaft Neu-Ulm
Alle Kinder unserer Stadt sollen gute Startbedingungen haben; als Vater einer Regenbogenfamilie ist mir das besonders wichtig.
Deshalb setze ich mich für Chancengerechtigkeit durch starke frühkindliche Bildung und verlässliche Ganztagsbetreuung ein.
Neu-Ulm soll klimafit werden, damit wir und unsere Kinder in einer gesunden Welt aufwachsen können. Dafür möchte ich mich weiter engagieren.

Platz 9
ALEXANDRA
DEMARIA
Bankkauffrau / 53 Jahre alt / wohnt in Wiley / verheiratet & zwei Kinder / Mitglied Pride Ulm.Neu-Ulm /
Gehbehinderung
Ich wünsche mir, nachfolgenden
Generationen eine lebenswerte
Welt zu hinterlassen. Deshalb mache ich mich stark für wirksamen Umwelt- und Klimaschutz sowie das Zusammenleben
in einer Demokratie, das die
Bedürfnisse aller berücksichtigt. Beginnen wir mit grüneren Städten für Schatten, Verdunstung
und Versickerung – und machen wir weiter damit, Busse für Menschen mit Einschränkungen
besser zugänglich zu gestalten.

Platz 10
LUDWIG
OTT
Projektleiter / 34 Jahre alt / wohnt in Reutti / verheiratet & drei Kinder / Stadtrat & Kreisrat / Freiwillige
Feuerwehr
Als Feuerwehrmann, Dorfkind und Kommunalpolitiker übernehme ich Verantwortung – für die Menschen hier vor Ort.
Ich möchte, dass unsere Stadt mutig vorangeht: mit preiswertem Wohnungsbau, gutem ÖPNV in alle Stadtteile und einer modernen Verwaltung.
Politik heißt für mich, zuzuhören, klar in der Sache zu bleiben und so unsere Demokratie stark zu halten – für uns und für die, die nach uns kommen

Platz 11
URSULA
GRIEMENS-BRENNER
Diplom Sozialpädagogin / 51 Jahre alt / wohnt in Holzschwang /
verheiratet / Stadträtin
Ich möchte meine Erfahrung weiter in Neu-Ulms Kommunalpolitik einbringen und für eine ökologische, soziale und zukunftsfähige Stadt arbeiten.
Wichtig sind mir eine starke, gut unterstützte Verwaltung, faire Arbeitsbedingungen und familien-freundliche Strukturen. Zudem möchte ich Stadt und Land, jung und alt zusammenbringen. Neu-Ulm steht vor großen Herausforderungen, die wir gemeinsam mutig, konstruktiv und transparent angehen müssen.

Platz 12
WALTER
ZERB
Rechtsanwalt / 66 Jahre alt / wohnt in Ludwigsfeld / zwei
Kinder / Stadtrat / Mitglied Naturfreunde,
LBV & Musikverein Burlafingen
Besonders engagiere ich mich für die Schaffung von preisgünstigem und bedarfsgerechtem Wohnraum, für den Erhalt unserer Bäume und Grünanlagen sowie neue Grünflächen in allen Stadtteilen.
Ebenso setze ich mich für fußgängerfreundliche Wege, mehr Platz für Radfahrer*innen und den Schutz aller Bürger*innen vor Lärm, Staub und schädlichen Abgasen ein. Wichtig ist mir zudem, dass Kultur und Vereinsleben in Neu-Ulm weiter gestärkt werden.

Platz 13
ANNE
TAUBE
Lehrerin / 58 Jahre alt / wohnt in Schwaighofen / drei Kinder
Als Lehrerin erlebe ich täglich, wie wichtig faire Chancen, ein starkes Miteinander und eine nachhaltige Zukunft für unsere Kinder sind.
Deshalb kandidiere ich für den Stadtrat: für gute Bildung, sichere Wege, mehr Grün und eine soziale, klimabewusste Stadtent-wicklung.
Gemeinsam gestalten wir ein gerechtes und lebenswertes Neu-Ulm.

Platz 14
MANFRED
GOBLIRSCH
60 Jahre alt / wohnt in Offenhausen / verhei-
ratet & vier Kinder / Mitglied Förderverein
Turnen Pfuhl & Junge Bläserphilharmonie Ulm
Die aktuellen Herausforderungen der Stadt Neu-Ulm und deren Bürger und Bürgerinnen sind der Antrieb für mein politisches Engagement.
Ich setze auf innovative Lösung-en, um unsere Stadt fit für die Zukunft zu machen.
Moderne Infrastruktur, gesell-schaftlicher Konsens und eine nachhaltige Entwicklung, insbe-sondere im Bildungsbereich, sind dabei meine Schwerpunkte.

Platz 15
CASSANDRA
SCHNEIDER
Dipl. Designerin (FH) / 44 Jahre alt / wohnt in Ludwigsfeld / ledig /
Vorstand Grüne Neu-Ulm
Ich engagiere mich für ein digitales und zukunftsfähiges Neu-Ulm, denn mit meiner Erfahrung als Digital Marketing Expertin weiß ich, wie Dialoge heutzutage gestaltet werden müssen – nutzerfreundlich und transparent. Als Transfrau stehe ich für gelebte Vielfalt und eine Gesellschaft, in der jeder Mensch sicher und gleichberechtigt leben kann. Neu-Ulm soll eine Stadt sein, in der Fortschritt, Zusam-menhalt und Offenheit keine Gegensätze sind – sondern unser gemeinsames Ziel.

Platz 16
CEM
BAŞSEVINÇ
Wirtschaftfachwirt / 28 Jahre alt / wohnt in Burlafingen / ledig /
Katastrophenschutz & Ausbilder für Erste-
Hilfe
„Seid Menschen“, das ist meine Motivation. Ich möchte dazu beitragen, dass Politik endlich ehrlich wird, ohne das typische Rumgeeiere.
Mir ist wichtig, dass wir endlich anfangen, den Herausforderungen unserer Zeit mit dem nötigen Respekt und Ernsthaftigkeit zu begegnen; ohne Narrative, Parteispielchen oder Klientel-politik.
Dafür bringe ich Ehrgeiz und Disziplin mit.

Platz 17
CORNELIA
RUDOLPH
Oberstudienrätin i.R. / 71 Jahre alt / wohnt in Ludwigsfeld / verwitwet & zwei Kinder
Politisch geprägt durch die Anti-AKW-Bewegung engagiere ich mich seit vielen Jahren für Umwelt- und Klimaschutz. Als frühere Kassiererin der Elchinger Umweltliste (EULE) und aktive Unterstützerin im Freundeskreis Asyl begleite ich Jugendliche bei Hausaufgaben und Schulüber-gängen.
Migration, eine starke Stadtgesellschaft und eine lebenswerte, fahrradfreundliche Kommune mit gutem ÖPNV motivieren mich besonders.

Platz 18
DANIEL
BOHÉ
Gymnasiallehrer / 41 Jahre alt / wohnt in Stadtmitte /
verheiratet & ein Kind / Schulpartnerschafts-
verein mit Bangladesch
Ich kandidiere, weil ich als frisch gebackener Papa spüre, wie entscheidend soziale und ökologische Gerechtigkeit für die Zukunft unserer Kinder sind.
Ich möchte eine Stadt, in der man gerne lebt, in der sich alle* sicher im Stadtverkehr bewegen können, und in der Familien, Mieter*innen sowie junge Menschen echte Perspektiven haben. Als Radfahrer und Mieter kenne ich die Bedürfnisse genau – und das treibt mich an, Verantwortung zu übernehmen.

Platz 19
DAGMAR
SCHINDLER-WEHRENS
Assistenz in der Behindertenhilfe / 63 Jahre alt / wohnt in Stadtmitte /
verheiratet & zwei Kinder
Mich motiviert der Wunsch, unsere Demokratie zu stärken – lebendig, offen und widerstands-fähig. In meiner Arbeit in der Behindertenhilfe erlebe ich täglich, wie wichtig Nähe, Verläss-lichkeit und echte Teilhabe sind.
Vielfalt schützen, Familien unterstützen, den öffentlichen Nahverkehr verbessern und unsere Stadt menschlich, ökolo- gisch und gerecht gestalten – das sind meine Ziele für uns in Neu-Ulm

Platz 20
MATTI
OSTROWSKI-KLEIN
Lehrer / 40 Jahre alt / wohnt in Pfuhl / verheiratet &
zwei Kinder / Elternbeiratsvorsitzender in
KiTa “Bärenhöhle”
Warum ich von Kindern so viel lerne? Sie lieben Natur, kümmern sich um alle Lebewesen, sind offen, neugierig und kennen keinen Rassismus.
Sie sind Inspiration bei der Frage: Welches Neu-Ulm unterstützt Du? Eines, das von braunen Extremis-ten, schwarzen Finanzlöchern, Lärm und Hitzestress gezeichnet ist? Oder… Eine coole grüne Stadt, in die man sich – auch ohne Auto – mit seinen Kindern zu gehen traut und freiwillig verweilen mag. Dafür trete ich an.
Plätze 21 – 44
| Platz | Name | |
|---|---|---|
| 21 | Tina Eulitz | 43 Jahre alt / Buchhalterin / wohnt in Burlafingen / verpartnert & ein Kind /Trainerin im Kinderturnen |
| 22 | Christian Seyfert | 51 Jahre alt / Soldat / wohnt in Offenhausen |
| 23 | Dr. Ulrike Schaz | 53 Jahre alt / Biologin und Erzieherin / wohnt in Offenhausen / verheiratet & ein Kind / Mitglied bei ADFC |
| 24 | Markus Demaria | 58 Jahre alt / Produktmanager / wohnt in Wiley / verheiratet & zwei Kinder |
| 25 | Dr. Verena Ott | 37 jahre alt / Medical Science Liaison Managerin / wohnt in Ludwigsfeld / verheiratet & ein Kind / Elternbeirätin in KiTa |
| 26 | Martin Schindler | 63 Jahre alt / Heilerziehungspfleger / wohnt in Stadtmitte / verheiratet & zwei Kinder |
| 27 | Natalie Kitterer | 48 Jahre alt / Selbstständig / wohnt in Offenhausen / verheiratet & zwei Kinder |
| 28 | Sebastian Sieber | 36 Jahre alt / Lehrer / wohnt in Stadtmitte / verheiratet & zwei Kinder / Master of Arts |
| 29 | Ute Seibt | 70 Jahre alt / Biologin / wohnt in Offenhausen / Stadträtin / Vorsitzende Fairtrade-Steuerungsgruppe / Mitglied bei HdN, BUND, GAU, NABU |
| 30 | Lars Steinke | 51 Jahre alt / Application Manager / wohnt in Stadtmitte / ledig |
| 31 | Gerlinde Koch | 72 Jahre alt / Lehrerin i. R. / wohnt in Wiley / 3. Bürgermeisterin / Stadträtin |
| 32 | Bernhard Wiesner | 73 Jahre alt / Softwareentwickler /wohnt in Offenhausen / Stadtrat / Zwei Kinder |
| 33 | Dr. Christina Paulus | 48 Jahre alt / Ärztin / wohnt in Pfuhl / verheiratet & zwei Kinder |
| 34 | Felix Eisele | 27 Jahre alt / Medizinstudent / wohnt in Stadtmitte / verpartnert / Mitglied Pride Ulm.Neu-Ulm |
| 35 | Stephanie Evertz | 60 Jahre alt / Psychologin / wohnt in Ludwigsfeld |
| 36 | Kira Baur | 28 Jahre alt / Promotionsstudentin / wohnt in Stadtmitte / ledig |
| 37 | Stefanie Trompler | 57 Jahre alt / Physiotherapeutin / wohnt in Stadtmitte |
| 38 | Urs Jäger | 45 Jahre alt / Koch / wohnt in Ludwigsfeld / verpartnert |
| 39 | Alexandra Rädel | 54 Jahre alt / Finanzbuchhalterin / wohnt in Stadtmitte / verheiratet / engagiert im Tierschutz |
| 40 | Christina Mayer | 40 Jahre alt / Gesundheits- und Krankenpflegerin / wohnt in Stadtmitte / verheiratet & zwei Kinder |
| 41 | Rebekka Schmitt | 39 Jahre alt / Sozialarbeiterin / wohnt in Offenhausen / verheiratet & zwei Kinder / Betreuerin der Mini-Pfadis (Erlöser Gemeinde) |
| 42 | Florian Rädel | 43 Jahre alt / Lebensmittelkontrolleur / wohnt in Stadtmitte / verheiratet |
| 43 | Sarah Vafa | 38 Jahre alt / Quality Expert / wohnt in Weststadt / verheiratet / Elternvertreterin im Kinderhaus Zauberwald & Chancenfinderin der Carita |
| 44 | Norbert Wartha | 70 Jahre alt / Lehrer i. R. / wohnt in Wiley / verheiratet & vier Kinder / Stadtrat von 1996 bis 2008 |
THEMEN
Klima- und Umweltschutz beginnt vor Ort
Die Klimakrise ist auch in Neu-Ulm längst Realität. Hitzeperioden, Starkregen, Trockenheit und Extremwetter treten immer häufiger auf. Wir Grüne sind überzeugt: Wirksamer Klima- und Umweltschutz beginnt vor Ort. Deshalb haben wir das folgende Maßnahmenpaket für Neu-Ulm erarbeitet:
Für ein klimaneutrales Neu-Ulm
Sanierungen öffentlicher Gebäude müssen nach energetischen Standards ausgerichtet werden. Neubauten sollen energiesparend und ressourcenschonend geplant und verwirklicht werden. Photovoltaikanlagen sollen konsequent auf allen geeigneten Dächern installiert werden. Bürger*innen wollen wir bei der Umsetzung auf Privatdächern sowie bei der energetischen Optimierung ihrer Häuser gezielt unterstützen.
Wir fordern, dass noch mehr Stadtgebiete und Häuser an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Der CO₂-Ausstoß in Verkehr und Gewerbe muss für wirksamen Klimaschutz deutlich reduziert werden. Um der Hitze in der Stadt vorzubeugen, sollen Frischluftschneisen erhalten sowie Bäume als Schattenspender gepflanzt werden. Die Begrünung von Dächern und Fassaden wollen wir konsequent vorantreiben.
Stadtbegrünung für mehr Lebensqualität
Neu-Ulm soll eine grüne Stadt werden – mit bepflanzten Dächern und Fassaden, mehr Stadtbäumen und begrünten Plätzen. Das verbessert das Mikroklima, senkt die Temperaturen im Sommer und steigert die Aufenthaltsqualität für alle. Wir wollen versiegelte Flächen im Stadtgebiet konsequent aufbrechen, um Wasser versickern zu lassen sowie Lebensräume zu schaffen und zu erhalten.
Mehr Grün bedeutet Erholungsraum für Mensch und Natur, mehr Artenvielfalt, bessere Luftqualität und Gesundheitsschutz.
So wollen wir beispielsweise entlang der B28 einen durchgehenden Waldstreifen schaffen, der die Stadtteile Gerlenhofen, Ludwigsfeld und den Illergraben vor Lärm und Schadstoffen schützt.
Die Leipheimer und Augsburger Straße sollen grüner und lebensfreundlicher gestaltet werden: mit Bäumen und Sträuchern, die Schatten spenden, und mit sicheren, barrierefreien Überquerungsmöglichkeiten, damit die Straße verbindet statt trennt.
Hitzeschutzplan für Neu-Ulm
Wir wollen einen umfassenden Hitzeschutzplan: mehr Schatten durch Bäume und Überdachungen, begrünte Dächer, Trinkwasserstellen an öffentlichen Plätzen und gezielte Begrünung in allen Stadtteilen. So machen wir unsere Stadt widerstandsfähiger gegen Extremtemperaturen.
Umweltschutz stärken
Die Lichtverschmutzung schadet Umwelt, Artenschutz und durch die benötigte Energie auch dem Klima. Daher wollen wir diese z.B. durch insektenfreundliche Beleuchtung deutlich reduzieren. Der Gerlenhofener Arbeitskreis Umweltschutz (GAU) soll in seiner Arbeit weiter gestärkt werden. Eine Priorisierung des Biotopverbundsystems, zum Beispiel durch eine Vergrößerung des Plessenteichgebietes und eine Wiedervernässung des Widemannwaldes, für Umwelt- und Artenschutz, aber auch als wichtiges Naherholungsgebiet in unserer Stadt ist wünschenswert. Auch innerörtliche Natur- und Umweltschutzprojekte sollen ausgebaut und gefördert werden.
Wir fordern wirksame Maßnahmen zur Müllvermeidung und für Sauberkeit in Neu-Ulm.
Eine Lärm-, Müll- und Feinstaubbelastung für Mensch und Tier stellt das alljährliche Silvester-Feuerwerk dar. Daher möchten wir dieses auf eine zentrale städtische Veranstaltung im Stadtzentrum begrenzen. Auch in den Ortsteilen soll das Feuerwerk auf die Ortskerne begrenzt werden.
MOBILITÄT FÜR ALLE
Wir Grüne stehen für eine Stadt, in der Mobilität nachhaltig, sozial gerecht und für alle zugänglich ist. Wir machen Neu-Ulm klimafreundlich mobil – mit Bus, Bahn, Fahrrad und zu Fuß.
Zu Fuß durchatmen – mehr Raum für Fußgänger*innen
Neu-Ulm soll eine Stadt zum Verweilen sein, nicht zum Durchfahren. Wir schaffen mehr Platz für Fußgänger*innen, kürzere Wartezeiten an Ampeln und sichere barrierefreie Querungen. Ruhebänke im öffentlichen Raum und breitere Gehwege erhöhen die Lebensqualität – gerade auch für Ältere, Kinder und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Geh- und Radwege müssen barrierefrei, voneinander und von den Straßenspuren getrennt sein.
Mehr Platz fürs Rad – sicher, durchgängig und energieeffizient
Radfahren muss in Neu-Ulm sicher und selbstverständlich werden. Wir schließen gefährliche Lücken – wie in Pfuhl zwischen Friedrichsaustraße und dem Schulzentrum sowie in der Innenstadt. Gleichzeitig schaffen wir durchgehende Radachsen zwischen den Ortsteilen. Durch eine zusätzliche Verschattung bieten wir auch in heißen Sommern eine attraktive Radinfrastruktur. Die Kreuzungen sollen über Ampelschaltungen radfreundlicher werden. Fahrradstraßen sollen klar gekennzeichnet sein. Reparatur- und Ladestationen sowie sichere Abstellanlagen sorgen dafür, dass das Rad immer eine echte Alternative bleibt.
Bus und Bahn – klimafreundlich, barrierefrei, für alle bezahlbar
Wir haben die Weichen für einen massiv gestärkten öffentlichen Nahverkehr gestellt. Wir haben eine bessere Taktung der Busverbindungen in alle Stadtteile ab 2027 erreicht und setzen uns weiterhin für eine Straßenbahnlinie von Ludwigsfeld/Wiley nach Ulm ein. Haltestellen sollen barrierefrei werden, Busse sauber und zuverlässig. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll an Ampeln noch stärker bevorrechtigt werden und Busspuren sollen ausgeweitet werden, um schnell voranzukommen. Mit einem gestärkten Zentralen Umsteigepunkt (ZUP) schaffen wir einfache und schnelle Umstiege zwischen Bus, Bahn und Rad – ganz ohne Umweg durch die Innenstadt. Um allen Bürger*innen eine Nutzung des ÖPNV zu ermöglichen, soll ein Sozialticket nach Ulmer Vorbild eingeführt werden.
Weniger Autoverkehr, mehr Lebensqualität
Gerade in der Innenstadt gibt es zurzeit eine extrem hohe Verkehrsbelastung. Viele Fahrzeuge stehen im Stau, Radwege sind nicht existent und die Aufenthaltsqualität ist niedrig. Dies schadet nicht nur Anwohnenden sondern auch unserer Gastronomie und dem Einzelhandel vor Ort. Nach Fertigstellung der Gänstorbrücke und Adenauerbrücke sorgen wir durch Busspuren auf der Herdbrücke und auf Höhe der Haltestelle „Rathaus“ in der Ludwigsstraße für einen pünktlichen ÖPNV. Damit erhöhen wir auch die Aufenthaltsqualität durch eine Vermeidung des Durchgangsverkehrs. Unser Ziel sind autofreie Innenstadtbereiche. Den Parksuchverkehr werden wir ebenfalls reduzieren. Ein Parkraummanagement mit Quartiersgaragen, fairen Gebühren nach Ulmer Vorbild (auf der Straße teuer, im Parkhaus günstig) und einheitlichen Regeln machen das möglich. Durch eine Ausweitung der Tempo 30 – Zonen in der Stadt schaffen wir mehr Lärmschutz und Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrende. Wege zu Schulen und Kindergärten sollen noch sicherer werden. Durch fixe Haltepunkte für Elterntaxis möchten wir Konflikte verringern.
Verkehrswende spart Geld und fördert die Lebensqualität
Die Verkehrswende ist kein Luxus, sondern kluge Stadtentwicklung. Sie senkt Folgekosten (z. B. für Infrastruktur, Gesundheit) und nutzt bestehende Flächen intelligenter. Saubere Luft und weniger Lärm fördern die Gesundheit und die Aufenthaltsqualität.
Zahlreiche Mobilitätsprojekte werden durch Förderprogramme des Bundes und des Landes unterstützt, was für die Stadt Kosten spart. Auch große Arbeitgeber in Neu-Ulm profitieren von einem guten ÖPNV und einer ausgebauten Radinfrastruktur und sind dadurch für Mitarbeitende attraktiver.
Unser Ziel
Unser Ziel ist klar: Neu-Ulm soll klimafreundlich und zukunftsfähig mobil werden – unabhängig von Alter, Geschlecht und Konstitution.
Dafür setzen wir uns mit voller Energie ein. Grün wählen heißt: Verkehrswende jetzt.
BILDUNG IST ZUKUNFT
Neu-Ulm ist eine junge, dynamische und wachsende Stadt. Diese Entwicklung bringt große Chancen, aber auch Herausforderungen für unsere Bildungspolitik mit sich. Gute Bildung ist die Grundlage für Chancengerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine starke lokale Wirtschaft. Sie ist der Schlüssel, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und jedem Menschen Perspektiven zu eröffnen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Einkommen.
Frühkindliche Bildung stärken
Chancengerechtigkeit beginnt in der frühen Kindheit. Unsere Stadt soll alle Kinder bestmöglich auf ihrem Bildungsweg begleiten. Dafür braucht es ausreichend Kinderbetreuungs-Plätze, gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte sowie eine hohe pädagogische Qualität.
Denn um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf – und dieses Dorf wollen wir in Neu-Ulm gestalten: mit starker Gemeinschaft, verlässlicher Betreuung und guter Ausstattung.
Wir setzen uns dafür ein, dass Erzieher*innen sich auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren können. Verwaltungsaufgaben sollen künftig stärker von dafür vorgesehenem Personal übernommen werden. Ebenso fordern wir, dass in allen Kitas gesunde, frische Mahlzeiten angeboten werden – unterstützt durch hauswirtschaftliche Kräfte.
Wir wollen die Betreuungszeiten flexibel gestalten. Eine Erhebung des konkreten Bedarfs soll zeigen, wo Eltern längere oder andere Betreuungszeiten benötigen. Erfolgreiche Beispiele wie die „Kinderinsel“ der HNU zeigen, dass flexible Lösungen möglich sind.
Ganztagsangebote und Schule der Zukunft
Wir setzen uns dafür ein, dass die Ganztagsbetreuung an Schulen konsequent ausgebaut und qualitativ verbessert wird. Wir fordern daher eine kindgerechte Raumgestaltung und eine gute personelle Ausstattung. Wir wollen Räume, in denen sich Schüler*innen und Lehrkräfte wohlfühlen.
Wir möchten die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Vereinen und kulturellen Einrichtungen stärken. So entstehen vielfältige Ganztagsangebote, die Bildung, Bewegung und kulturelle Vielfalt miteinander verbinden – und Toleranz sowie Gemeinschaft von Anfang an fördern.
Zudem setzen wir uns für die Fortführung und Weiterentwicklung der Sprachförderung ein. Gute Sprachkenntnisse sind ein zentraler Schlüssel für den Bildungserfolg. Ebenso wichtig ist eine moderne, inklusive und digitale Ausstattung unserer Schulen. Sie ermöglicht innovative Unterrichtsformen und zeitgemäße Bildung. Auch die städtische Schulsozialarbeit soll fortgeführt und ausgebaut werden.
Bildung als lebenslange Aufgabe
Bildung endet nicht nach der Schulzeit. Wir wollen, dass auch Erwachsene Zugang zu Weiterbildung, Kultur und gesellschaftlicher Teilhabe haben. Deshalb setzen wir uns für eine gute Ausstattung und Förderung unserer Kultureinrichtungen – wie den Museen, der Bücherei, der Musikschule und den Volkshochschulen – ein. Sie sind wichtige Orte für lebenslanges Lernen und Begegnung. Lebenslanges Lernen stärkt unsere Demokratie, unsere Wirtschaft und unser Miteinander. Neu-Ulm soll eine Stadt sein, in der Bildung für alle Generationen möglich ist – offen, gerecht und zukunftsorientiert.
SICHERE GESELLSCHAFT
Eine starke Stadtgemeinschaft – Gemeinsam für Vertrauen, Miteinander und Lebensqualität:Sicherheit wächst dort, wo Menschen miteinander gestalten. Wo soziale Teilhabe gestärkt, das Ehrenamt sichtbar gemacht und Barrieren abgebaut werden. Wo demokratische Mitgestaltung niedrigschwellig für alle möglich ist. Dieses Miteinander schafft die Grundlage dafür, dass sich alle in Neu-Ulm zuhause fühlen.
Sichere Wege für unsere Kinder – Jetzt handeln!
Kinder sollen sich auf ihrem Schulweg gut aufgehoben fühlen, das sorgt für Selbstständigkeit. Das gelingt durch klar gestaltete, übersichtliche und sichere Wege – und durch eine Mobilität, die Rücksichtnahme selbstverständlich macht.
- Verkehrsberuhigtes Schulumfeld: Tempo 30, geschützte Fuß- und Radwege sowie einsehbare Querungen sollen überall rund um Schulen Standard sein.
- Gemeinsam unterwegs: Projekte wie die Schulwegbegleitung in Burlafingen zeigen, wie stark unsere Stadtgesellschaft sein kann. Wir wollen solche Initiativen gemeinsam mit Eltern, Vereinen und der Polizei ausbauen.
Gemeinsam für verbindende Quartiere – Vertrauen in unser Umfeld
Neu-Ulm wächst und wird vielfältiger. Diese Vielfalt ist eine unserer Stärken. Wir wollen, dass sich alle Menschen in ihrem Umfeld wohlfühlen. Vertrauen entsteht dort, wo Dialog, Begegnung und Gestaltung miteinander verbunden sind.
Unsere Ansätze:
- Entspannt unterwegs: Beleuchtung und klare Wegführung im öffentlichen Raum sollen so gestaltet sein, dass sich alle Menschen in der Stadt gut orientieren und bewegen können.
- Runde Tische für starke Quartiere: Regelmäßige Treffen von Anwohner*innen, Gewerbetreibenden und Mitarbeitenden der Verwaltung, der Polizei und der Sozialarbeit schaffen Lösungen, die zum Viertel passen, so dass sich alle in ihrem Quartier wohl fühlen.
- Jugend ernst nehmen: Junge Menschen brauchen öffentliche Orte, die sie selbst mitgestalten können – statt Verdrängung setzen wir auf die Beteiligung unserer Jugend.
- Miteinander stärken: Ob interkulturelle Veranstaltungen, inklusive Sportangebote oder Wohnprojekte zwischen Jung und Alt – Begegnungen schaffen Austausch und Verständnis.
- Vielfalt sichtbar machen: Wir unterstützen weiterhin den Christopher-Street Day, die MIA SAN MEHR Kampagne, die interkulturelle Woche und noch vieles mehr
Sicherheit bedeutet für uns Grüne ein Umfeld, in dem sich alle Menschen wohlfühlen, frei bewegen und aktiv am Stadtleben teilhaben können. Eine Stadt muss lebendig, solidarisch und gut gestaltet sein– mit Orten der Begegnung, guter Infrastruktur und einer Kultur des Hinsehens.
Neu-Ulm wächst und wird vielfältiger. Diese Vielfalt ist eine unserer Stärken.
Wir wollen eine Stadt, die Vertrauen schafft – durch Transparenz, Beteiligung und kluge Prävention!
BEZAHLBAR WOHNEN
Wohnen in Neu-Ulm: Sozial. Ökologisch. Zukunftsfähig.
Wohnen ist ein Grundbedürfnis – doch in Neu-Ulm wird es für immer mehr Menschen zum Luxus. Steigende Mieten, knapper Wohnraum, wir Grüne Neu-Ulm sagen: Wohnen muss für alle bezahlbar, klimagerecht und lebenswert sein. Deshalb kämpfen wir für eine Wohnpolitik, die soziale Gerechtigkeit mit ökologischer Verantwortung verbindet – und unsere Stadt für alle Generationen attraktiv macht.
Bezahlbarer Wohnraum für alle – jetzt handeln!
Die Mietpreisspirale dreht sich weiter, während Sozialwohnungen fehlen. Wer wenig verdient, junge Menschen, Menschen im Ruhestand, oder Alleinerziehende sind besonders betroffen. Das ist kein Schicksal, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen – und wir wollen es ändern.
Wir setzen uns für eine höhere Sozialwohnungsquote bei allen Neubauten ein. Zudem fordern wir weiterhin mehr 4- und Mehrzimmerwohnungen, damit auch Familien in der Innenstadt Platz finden. Und wir stärken die kommunale Wohnungswirtschaft: Die Förderung der NUWOG und Unterstützung von Baugenossenschaften liegen uns am Herzen, um langfristig günstigen Wohnraum zu sichern.
Konkrete Maßnahmen:
- Konzeptvergaben statt Höchstpreisverfahren: Bei Grundstücksverkäufen zählen nicht nur der Euro, sondern soziale und ökologische Kriterien.
- Wohnungstauschplattform: Ältere Menschen mit zu großen Wohnungen und Familien bringen wir zusammen – freiwillig und unbürokratisch.
- Lessinggymnasium-Gelände: Nutzung für sozialen und inklusiven Wohnungsbau
Stadtentwicklung mit Weitsicht: Sozial. Grün. Klimagerecht.
Neu-Ulm wächst – doch Wachstum darf nicht auf Kosten von Grünflächen, Frischluft oder Lebensqualität gehen. Wir wollen eine Stadt, die verdichtet, ohne zu ersticken. Das bedeutet: klug nachverdichten, aber Grün- und Freiflächen schützen, die unser Stadtklima retten und Erholung ermöglichen.
Gleichzeitig brauchen wir mehr Vielfalt im Wohnen: von barrierefreien Wohnungen über WGs für junge Menschen in Ausbildung bis zu Mehrgenerationenprojekten. Besonders wichtig ist uns das Zusammenleben der Generationen. Deshalb starten wir Pilotprojekte für gemeinsames Wohnen von Senior*innen und jungen Menschen – das schafft bezahlbaren Raum und bekämpft Einsamkeit.
Konkrete Maßnahmen:
- Dachaufstockungen und Lückenschließungen fördern – aber nur mit ökologischen Standards und ohne Grünflächen zu opfern.
- Mehrgenerationen-Wohnprojekte mit städtischer Unterstützung: Gemeinsam statt einsam!
- Genossenschaftlich betriebene Seniorenheime fördern
- Schutz der Frischluftschneisen: Keine Bebauung, die unsere Stadt im Sommer zur Hitzeinsel macht.
Klimaneutral bauen – für eine lebenswerte Zukunft
Gebäude verursachen einen großen Teil der CO₂ Emissionen in Deutschland. In Neu-Ulm setzen wir auf energetische Sanierungen und klimafreundliche Standards – denn nachhaltiges Bauen schont nicht nur das Klima, sondern senkt auch langfristig die Kosten für Mieter*innen.
Öffentliche Gebäude müssen Vorreiter sein. Schulen, Kitas und Verwaltungsbauten sanieren wir nach neuesten Effizienzstandards.
Wohnen ist Menschenrecht – unsere Stadt zeigt, wie es geht
Die Wohnungsfrage ist eine Frage der Gerechtigkeit. Wir kämpfen für eine soziale, ökologische und generationengerechte Wohnpolitik – eine Politik, die Menschen in den Mittelpunkt stellt und unsere Stadt zukunftsfest macht.
Dafür brauchen wir Mut zum Umdenken: Weg von kurzfristiger Flächenverwertung, hin zu langfristiger Planung. Weg von Profitmaximierung, hin zu Gemeinwohl. Neu-Ulm kann zeigen, wie bezahlbares, klimafreundliches und soziales Wohnen gelingt – wenn wir jetzt handeln.
Gemeinsam machen wir Neu-Ulm zu einer Stadt, in der alle gut leben wollen – heute und morgen.
Digital gut aufgestellt – Neu-Ulm auf Zukunftskurs
Eine digitale Stadt stärkt ihre Bürger*innen durch Information, Servicequalität und verlässliche Technik. Digitale Angebote sollen leicht zugänglich, sicher und modern sein.
Wir setzen uns ein für:
- Eine effiziente digitale Verwaltung, die Bürokratie reduziert
- Zuverlässige städtische Online-Services – alle Verwaltungsangebote sollen barrierefrei und sicher nutzbar sein.
- Gemeinsam mit dem Landratsamt wollen wir das Projekt „Digitallotsen“ aktiv in der Stadt Neu-Ulm etablieren und bekannter machen.
- Geschützte Infrastruktur bedeutet für uns, dass Schulen, Verwaltung und öffentliche Einrichtungen die konsequente IT-Sicherheit bekommen, die sie brauchen, inklusive regelmäßiger simulierter Cyberangriffe und guter Schulungen der Mitarbeitenden.
Eine starke, nachhaltige und zukunftsfähige Wirtschaft
Eine nachhaltige Wirtschaft misst sich daran, dass sie dauerhaft funktioniert, ohne ökologische Systeme zu schädigen, soziale Gerechtigkeit fördert und wirtschaftliche Stabilität bietet. Wir brauchen ein gutes Gleichgewicht zwischen Wirtschaftswachstum, Umweltbelangen, sozialer Infrastruktur, regionaler Wertschöpfung und Innovation für das Gemeinwesen. Nachhaltige Wirtschaftspolitik bedeutet für uns auch sparsamen Flächenverbrauch: Vorrang hat die effiziente Nachnutzung bestehender Gewerbeflächen.
Urbane Gebiete schaffen
Wir Grüne arbeiten am Aufbau „urbaner Gebiete“ – Gebiete, die Wohnen, Gewerbebetriebe sowie soziale, kulturelle und weitere Einrichtungen so verbinden, dass Wohnraum im Innenbereich geschaffen, die Nutzungsvielfalt erhöht und kurze Wege gefördert werden. Diese Aspekte berücksichtigen wir bei der Neuplanung von Baugebieten in Neu-Ulm.
Seit 2017 ist Neu-Ulm Fairtrade-Stadt – maßgeblich durch die Initiative der Grünen Fraktion. Diesen Titel zu erhalten, ist uns wichtig. Eine Kommune muss hierfür fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für fairen Handel widerspiegeln. Dazu gehört, dass in mindestens einer Schule, einem Verein und einer Kirchengemeinde Fairtrade-Produkte genutzt und Bildungsangebote zum fairen Handel umgesetzt werden.
Zukunftsfähige Infrastruktur
Starke Kommunen brauchen eine moderne Infrastruktur. Dazu gehört eine flächendeckende, schnelle Internetversorgung mit Glasfaser.
Neu-Ulm ist ein wichtiger Logistikknotenpunkt in Deutschland. Wir haben leistungsstarke Unternehmen und motivierte Mitarbeitende. Um Wartezeiten für Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer zu reduzieren, schaffen wir Abstellmöglichkeiten und Sozialräume mit sanitären Einrichtungen innerhalb bestehender Gewerbegebiete.
Der innerstädtische Lastverkehr soll langfristig verringert werden. Erste Anbieter setzen bereits auf Lastenräder auf der letzten Meile. Diese Entwicklung wollen wir aktiv fördern.
Neu-Ulm soll zur ersten Adresse für Start-ups und zukunftsweisende Technologien werden. Wir vernetzen Stadtverwaltung, Hochschule und Wirtschaft stärker, erleichtern Kooperationen, beschleunigen Wissenstransfer und stärken Partnerschaften mit kleinen und mittleren Betrieben sowie dem Handwerk.
Unsere Ideen für nachhaltige Gewerbegebiete
Um unsere Wirtschaft zu stärken und nachhaltig auszurichten, legen wir bei der Neuentwicklung städtischer Gewerbegebiete Wert auf folgende Punkte:
1. Nachhaltiges Bauen
In modernen Gewerbegebieten spielen ökologische Aspekte von der Planung bis zur Realisierung eine entscheidende Rolle. Wir setzen uns ein für:
- Anreize für nachhaltiges Bauen.
- flächensparende, mehrgeschossige Bauweisen zur Eindämmung des Flächenverbrauchs.
- möglichst geringe Bodenversiegelung zur Bewahrung der natürlichen Durchlässigkeit.
- Dach- und Fassadenbegrünung zur Verringerung von Hitzeentwicklung, Verbesserung der Luftqualität und Förderung der Artenvielfalt.
2. Mobilität
Neue Gewerbegebiete sollen für alle dort Arbeitenden und den Lieferverkehr gut erreichbar sein. Für eine nachhaltige Mobilität zum und im Gewerbegebiet benötigen wir:
- ein gut ausgebautes, sicheres Radwegenetz mit ausreichend breiten Radwegen, guter Beleuchtung und ausreichenden Fahrradabstellmöglichkeiten.
- eine gute Anbindung an den ÖPNV mit passenden Taktzeiten.
- ein zentrales Parkhaus mit Lademöglichkeiten für Mitarbeitende, die auf das Auto angewiesen sind.
- sichere Fußwege zu jeder Tages- und Jahreszeit.
3. Energie
Gewerbegebiete sollen mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Daher:
- verpflichten sich alle Firmen, sinnvoll nutzbare Flächen mit Photovoltaik auszustatten.
- erwarten wir ein übergreifendes Wärmekonzept für alle Unternehmen, einschließlich Nutzung der Fernwärme.
- wird eine Planung benötigt, wie Abwärme energieintensiver Betriebe zurückgewonnen werden kann.
4. Vergabe und Zielgruppen
Bei der Ansiedlung von Unternehmen achten wir darauf:
- Erweiterungsmöglichkeiten für ortsansässige Firmen zu schaffen.
- Branchen anzusiedeln, die Perspektiven für hochqualifizierte Fachkräfte der HNU bieten.
- innovative und zukunftsfähige Handwerks- und Industriebetriebe zu gewinnen – Qualität vor Tempo.
5. Infrastruktur
Ein nachhaltiges Gewerbegebiet braucht eine erstklassige Infrastruktur. Dazu gehören:
- Glasfaseranschlüsse und flächendeckende 5G Mobilfunkabdeckung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
- eine gemeinsam genutzte Grünanlage als Raum für Erholung, Kreativität und Vernetzung.
- gemeinsam nutzbare Flächen und Räume, z. B. für Maschinenparks, Besprechungen, Kinderbetreuung oder Sport – für effiziente Ressourcennutzung und stärkere Zusammenarbeit.