
Stellungnahme der GRÜNEN Mandatsträger:innen der Region zum heute veröffentlichten Bericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung
28. September 2020
Wir GRÜNEN haben die Atomkraft immer als unverantwortlich abgelehnt. Dennoch müssen wir und die ganze Gesellschaft die Verantwortung für den Atommüll übernehmen, der durch die Entscheidungen in der Vergangenheit produziert wurde. Die jetzt vorgelegte Landkarte zeigt die Regionen, in denen mögliche Wirtsgesteine für ein Endlager vorkommen.
Die gezielten geologischen Erkundungen haben noch nicht stattgefunden. Sie werden die Zahl der möglichen Standorte weiter reduzieren. Der Prozess bis zur Entscheidung in rund zehn Jahren lebt davon, dass er nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführt wird und absolute Transparenz gewährleistet ist. Auch wenn es vermutlich kein zu 100% sicheres Endlager geben kann, muss das Risiko so klein wie möglich gehalten werden. Es muss die geologische Formation gefunden werden, bei der das Risiko am geringsten ist. Neben der Geologie gehören zur vollständigen Bewertung auch andere Fragen wie Infrastruktur sowie die Bevölkerungsdichte. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Region Donau-Iller als Standort ausgewählt wird, äußerst gering, da hier schlicht viele Menschen leben; aus den oben genannten Gründen verbietet sich jedoch jede politische Einflussnahme auf die sachlich-wissenschaftliche Bewertung, die in den kommenden Jahren erstellt wird.
– Ekin Deligöz, MdB
– Margit Stumpp, MdB
– Jürgen Filius, MdL
– Dr. Robert Jungwirth, Fraktionsvorsitzender Alb-Donau-Kreis
– Dr. Cornelia Festl, Fraktionsvorsitzende Stadt Neu-Ulm
– Helmut Meisel, Fraktionsvorsitzender Kreis Neu-Ulm
– Dr. Richard Böker, Fraktionsvorsitzender Stadt Ulm
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