Datum: 30. April 2016 |
Im November letzten Jahres hat der Ausschuss für Familie, Bildung und Kultur (BiFaKu) beschlossen den Zuschuss für das Theater Neu-Ulm von 120.000 Euro auf 160.000 Euro zu erhöhen. Allerdings wurde der Erhöhungsbetrag mit einem Sperrvermerk versehen und sollte erst ausbezahlt werden, wenn die Theaterbetreiber bis Mitte 2016 eine Zukunftsperspektive entwickeln und aufzeigen können.
In einer Sitzung am 26.4.2016 sollte dieser Sperrvermerk nun aufgehoben werden. Diesem Beschlussvorschlag der Verwaltung konnten wir von der Fraktion nicht zustimmen.
Es ist keineswegs so, dass wir nicht bereit wären, dem Theater Neu-Ulm einen Zuschuss zukommen zu lassen, der den Fortbestand sichern würde. Wie ich auch in der Sitzung betont habe, braucht eine Stadt wie Neu-Ulm ein Theater. Gerade kleinere Theater beleben die Kulturlandschaft und können durch ein besonderes Profil Nischen füllen und so für Besucher interessant werden.
Leider konnten die Betreiber in der Sitzung kein Konzept vorlegen, das notwendig gewesen wäre, um den Sperrvermerk aufzuheben, da sie sich nicht in der Lage sahen in der geforderten Zeit ein solches Konzept zu erstellen. Um eine Zukunftsperspektive zu erkennen, wäre es aber schon ausreichend gewesen einige Projekte oder Ideen, die in näherer Zukunft geplant sind zu präsentieren. Die Aussage “ die eine oder andere Idee wird das Theater in diesem Jahr noch umsetzen können” war aber zu dürftig, um der Aufhebung des Sperrvermerks über 40.000 Euro zustimmen zu können.
Der Sperrvermerk wurde dennoch mit drei Gegenstimmen aufgehoben. Bis zu den Haushaltsberatungen soll die Verwaltung den Stadtrat über Ideen und Gespräche mit den Theaterbetreibern informieren. So bleibt die Hoffnung auf ein gutes Ende im nächsten Akt.
(Gerlinde Koch)
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